Opponenten
- verhalten sich häufiger vorsichtig.
- drängen sich weniger als Promotoren in den Vordergrund und handeln auch anders.
- haben andere Auswirkungen als Promotoren.
- wird in den meisten Fällen nicht als schädlich für das Projekt angesehen, sondern trägt vielmehr entscheidend zum Erfolg bei, indem er immer wieder bestehende Annahmen in Frage stellt und somit weiterentwickelt [Markham/Green/Basu (Champions, 1991), S. 235].
Beide Rollen (Promotoren und Opponenten) sind also wichtig für ein Projekt [
Markham (Championing and Antagonism, 2000), S. 444].
Witte [Witte (Kraft und Gegenkraft, 1976)] sieht in der kritischen Herausforderung des Gespannes von Macht- und Fachpromotoren durch ein gleichstarkes Gespann von Macht- und Fachopponenten eine besonders fruchtbare Gegensätzlichkeit. Seiner Meinung nach machen sich die Opponenten frühzeitig zum erkennbaren und fassbaren Sprachrohr von begründbaren und ernst zu nehmenden Widerständen. Sie decken Informationslücken auf, weisen auf schädliche Nebenwirkungen, Implementierungsprobleme und Risiken hin. Daher sollte ein geregelter, offener Dialog mit ihnen zu einem besonders hohen Erfolg führen.
Die explorative Studie von Hauschildt [Hauschildt (Widerstand, 1999)] deckt zwei unterschiedliche Muster der Opposition auf: destruktive und konstruktive Opposition.
In der einfachsten Betrachtung sind die Promotoren, welche die Initiative für eine Innovation zum Wohle des Unternehmens ergreifen, die "Guten" und die Opponenten oder "Antagonists", die "Bösen", welche Innovationen verhindern oder verzögern wollen, um eigene Besitzstände oder Einflusspotenziale zu bewahren. Die Vorstellung einer Balance von Promotoren und Opponenten bleibt aber bei destruktiver Opposition eine Wunschvorstellung – ein
lähmendes Patt, das die Organisation paralysiert, ist nicht auszuschließen.
Ein alternativer Entwurf könnte darin bestehen, dass ein geregelter Wettbewerb um innovative Vorschläge institutionalisiert wird. Machtopponenten entstehen vor allem in hierarchischen Strukturen. Je stärker Organisationsstrukturen durch marktnahe Koordinationsinstrumente und netzwerkartige, kooperative Arrangements aufgeweicht werden, je mehr Wettbewerb zwischen verschiedenen Innovationsvorhaben erzeugt wird, je klarer die Regeln dieses Wettbewerbs sind und je fairer die Chancenverteilung, desto stärker wird sich eigenverantwortliches Handeln entfalten. Es wäre dann die Aufgabe des Managements, eine solche "governance structure" zu entwerfen und durchzusetzen.
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Quelle:
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Kommentar
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Kauf
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![Artikel aus Periodika [1842]](../_symbol/artikel.gif) |
Witte, E. (Kraft und Gegenkraft, 1976): Kraft und Gegenkraft im Entscheidungsprozeß, in: Zeitschrift für Betriebswirtschaft, 46, S. 319-326. |
1842 |
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![Artikel aus Periodika [1841]](../_symbol/artikel.gif) |
Hauschildt, H. G. (Widerstand, 1999): Widerstand gegen Innovationen - destruktiv oder konstruktiv?, in: Zeitschrift für Betriebswirtschaft, 69, S. 1-21. |
1841 |
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![Buch [1828]](../_symbol/buch.gif) |
Folkerts, L. (Promotoren in Innovationsprozessen, 2001): Promotoren in Innovationsprozessen. Empirische Untersuchung zur personellen Dynamik, Wiesbaden 2001. |
1828 |
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![Artikel aus Periodika [1817]](../_symbol/artikel.gif) |
Markham, S. K. / Green, S. / Basu, R. (Champions, 1991): Champions and antagonists: Relationships with R&D project characteristics and management, in: Journal of Engineering and Technology Management, 15, S. 217-242. |
1817 |
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![Artikel aus Periodika [1811]](../_symbol/artikel.gif) |
Markham, S.K. (Championing and Antagonism, 2000): Corporate Championing and Antagonism as Forms of Political Behaviour: An R&D Perspective, in: Organization Science, 11, S. 429-447. |
1811 |
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