Die Generierung von Wissen und die Erhaltung der Wissensbasis sind kein Selbstzweck. Die damit verbundenen Kosten müssen dem Unternehmen einen mindestens entsprechenden Nutzen bieten.[
Davenport/Prusak (Wissensmanagement, 1999), S. 298-299] Eine unbegrenzte Maximierung des Wissens ist sicher nicht optimal [
Stewart (Wissensmanagement, 1998), S. 131-134].
Die Wissensziele können also dem mit der Wissensgenerierung befaßten Subsystem nicht selbstreferentiell überlassen werden. Die Frage nach den Wissenszielen muß sich vielmehr an den durch die Wissensbasis möglichen zukünftigen Ertragspotentialen ausrichten. Da der durch eine breite Wissensbasis gestützte langfristige Aufbau von Innovationskompetenz häufig in Konkurrenz zu kurzfristigen Zielen steht, muß bei der Gestaltung ein Kompromiß zwischen kurz- und langfristigem Nutzen gefunden werden. Eine Ausrichtung an den allgemein akzeptierten Visionen und den daraus entwickelten Strategien ist dabei notwendig.
Innovationsprojekte haben damit immer zwei Ziele: Das vorher definierte, direkte Innovationsziel und das indirekte Innovationsziel der Erweiterung der Wissensbasis - zum Nutzen ähnlich gelagerter zukünftiger Projekte (s. Abb.).
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